Umweltzone Freiburg

Die Baden-Württembergische Stadt Freiburg in Breisgau hat seit dem 1. Januar 2010 eine Umweltzone, die sich über weite Teile des Stadtgebietes zieht. Die Umweltzone soll bewirken, dass die Luftqualität nachhaltig verbessert wird. Verursacher der schlechten Atemluft sind Stickoxide sowie Feinstaub, von denen besonders Bewohner an stark befahrenen Straßen betroffen sind. Aus diesem Grund haben lediglich Fahrzeuge mit einer grünen Feinstaubplakette oder einer entsprechenden Ausnahmegenehmigung die Erlaubnis die Umweltzone zu befahren. Für Fahrzeuge, die hingehen eine rote, gelbe oder keine Plakette auf ihrer Windschutzscheibe kleben haben, ist eine Einfahrt nicht erlaubt.

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Entwicklung der Umweltzone

Im Jahr 2006 wurde ein Luftreinhalteplan für Freiburg vom Regierungspräsidium verfasst. Der Plan verfolgte das Ziel, die Stickstoffdioxid-Belastung ab 2010 zu minimieren. Nachdem nach einer Messung der Feinstaubwerte eine Grenzüberschreitung festgestellt wurde, entwarf die Stadt zusätzlich einen Aktionsplan. Dieser zog die Einrichtung einer Umweltzone mit sich.

Vier Jahre später trat die Umweltzone in Kraft. Ab dem Zeitpunkt galt für jeden Verkehrsteilnehmer, der eine Fahrt in die Umweltzone beabsichtigte, eine entsprechende Feinstaubplakette auf sein Kfz zu kleben. Zunächst hatten noch solche Fahrzeuge das Recht die Umweltzone zu befahren, die die rote oder gelbe Umweltplakette trugen. Ab dem 1. Januar 2012 wurde auch ein Fahrverbot für Kfz mit roter Plakette verhängt. Ein Jahr später richtete sich das Verbot auch an jene mit einer gelben Plakette. Eine Ausnahmegenehmigung kann in der Regel nur für Fahrzeuge mit einer gelben Umweltplakette beantragt werden. Wer ohne oder mit einer falschen Plakette in die Umweltzone fährt, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro.

Die Folgen von Feinstaub und Stickoxiden

Feinstaubpartikel legen sich nach dem Ausstoß nicht am Boden ab, sondern schweben in der Luft und können aufgrund ihrer geringen Größe tief eingeatmet werden. Im schlimmsten Fall gelangen die Feinstaubpartikel in die Lunge, wo sie Blutgefäße schädigen oder eine Krebserkrankung verursachen können. Stickoxide (NOx) können Atem- und Augenbeschwerden hervorrufen. Besonders gefährdet sind Asthamatiker. Sind die Konzentrationen zu hoch, drohen Herz- und Kreislauferkrankungen. Zudem können sie Auslöser von Schwindel oder Kopfschmerzen sein.

Freiburg in Breisgau führte 2010 eine Umweltzone ein.

Die Umweltzone in Freiburg in Breisgau soll die Lebensqualität der Einwohner erhöhen

Grenzen der Umweltzone

Die Umweltzone der kreisfreien Stadt zieht sich über 28km². Sie erstreckt sich von Höhe Wildtal über Littenweiler und Ebnet bis St. Georgen und schließlich Mooswald. Die Stadt hat auf ihrer Internetpräsenz eine Karte mit den Grenzen der Umweltzone als Download zur Verfügung gestellt. Die Bundestraße 31/31a ist nicht inbegriffen.

Bundeseinheitliche Ausnahmen vom Fahrverbot

Bestimmte Fahrzeuge und Fahrten haben in Deutschland das Privileg, auch ohne gültige Umweltplakette sowie ohne Ausnahmegenehmigung die Umweltzone zu befahren:

  • mobile Maschinen und Geräte
  • Arbeitsmaschinen
  • land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen
  • Zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge
  • Kranken- und Arztwagen mit entsprechender Kennzeichung: „Arzt Notfalleinsatz“ (medizinische Betreuung der Bevölkerung)
  • Kraftfahrzeuge, mit denen Personen fahren oder gefahren werden, die einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „aG“, „H“ oder „BI“ besitzen
  • Fahrzeuge mit Sonderrecht wie z.B. Polizei, Feuerwehr, Straßenbau, Müllfahrzeuge, Katastrophenschutz, NATO-Truppen im Falle dringender militärischer Erfordernisse
  • nichtdeutsche Militärfahrzeuge von Nichtvertragsstaaten des Nordatlantikpaktes, die im Rahmen der militärischen Zusammenarbeit die Umweltzone befahren müssen
  • zivile Fahrzeuge im Auftrag der Bundeswehr für unaufschiebbare Fahrten zur Erfüllung hoheitlicher Aufgabe
  • Oldtimer Fahrzeuge mit „H“ oder „07er-Kennzeichen sowie solche, die in einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union, einer anderen Vertragspartei des Abkommens über den europäischen Wirtschaftsraum oder der Türkei zugelassen sind

Neben den allgemeinen Ausnahmen, können in speziellen Fällen Ausnahmegenehmigungen für die Umweltzone Freiburg in Breisgau beantragt werden.

Quellen

Stadt Freiburg (Stand: 20.04.2017)